Home Philosophie Flüchtlingsströme – aus spiritueller Sicht

Flüchtlingsströme – aus spiritueller Sicht

Die spirituelle Sicht ist die „Horus-Perspektive“, die Sicht von oben, die wir einnehmen können, wenn wir uns von dem Krisenherd mal entfernen und uns die Erde z.B. aus dem All oder von einem anderen Stern her angucken. Die spirituelle Sicht ist aber auch die Sicht aus der Ganzheit der Liebe heraus, z.B. aus der Zukunft, wenn wir unsere Entwicklung zur Größe unserer Seele abgeschlossen haben werden.

Noch leben wir in tiefer Dualität, Spaltung in Gut und Böse, das „Feindesbild“ ist Teil unseres Denkens. Wir leben allerdings auch in der Zeit beginnenden Erwachens. Immer mehr Menschen sind auf dem Weg, verdrängte und abgespaltene Teile ihrer Seele zu beachten und zu integrieren, nach Hause kommen zu lassen. Sie stellen sich den Tränen und Schmerzen, den die „Schatten“ in der entbehrungsreichen Zeit ihrer Verleugnung angesammelt haben. Sie stellen sich dem Trost, der verlangt wird, und der Heilung, die nötig ist.

 

WIE OBEN, SO UNTEN

Ist eines der wichtigsten geistigen Gesetze. Die menschlichen Flüchtlingsströme unten auf der Erde widerspiegeln die „geistigen Flüchtlingsströme“.

Viele spirituell und energetisch arbeitende Helfer kennen den Strom erdgebundener Seelen, die in ihre lichtvolle Heimat streben. Es sind die verschatteten Seelen, die während ihres sehr materiell geprägten Lebens ihre geistige Heimat vergessen haben, deswegen orientierungslos in der Welt der Menschen umherirren oder resigniert und verloren in unserer Welt verweilen. Ihre verlorene Sicht, ihre Verstrickung und ihre vernebelten Gedanken sind Teil des Trübsinns, der Angst und der Verwirrung, von der die Menschheit bedrückt wird.

In den letzten 20 Jahren ist vielen verlorenen Seelen geholfen worden durch viele Helfer, die speziell dafür in dieser Zeit inkarniert sind. Sie haben sich als klärende Energiekanäle für diese Seelen zur Verfügung gestellt, sind in deren Angst, Resignation und Verwirrung eingetaucht, haben diese aufgenommen, durchlichtet und transformiert und den Seelen den Weg ins Licht gewiesen.

Aus den Trampelpfaden in die seelische Heimat sind mittlerweile richtige befestigte Wege, wenn nicht sogar Autobahnen ins Licht geworden, die von den „Flüchtlingsströmen verlorener Seelen“ genutzt werden. Dass es diese Möglichkeit der Heimkehr gibt, hat sich im Reich der Schatten herumgesprochen. Selbst verstorbene Selbstmörder und Krieger verweilen nicht mehr lange in trostlosen Gefilden, sondern sind bereit, den Weg zu einem besseren Seelenleben zu suchen und sich den Flüchtlingsströmen ins Licht anzuschließen. Auch die Helfer dieser geistigen Ströme stehen mit ihren Kräften am Anschlag, trotz aller Freude über den Erfolg und das Annehmen ihrer Hilfsangebote.

 

aus faz.net

aus faz.net

WIE INNEN, SO AUSSEN

ist ein weiteres wichtiges geistiges Gesetz.

In dieser Zeit des Bewusstseinserwachens der Menschheit überschlagen sich immer mehr die Ereignisse. In dem Maße wie wir in unserem Inneren begreifen, dass wir nicht so sehr isoliert und voneinander getrennt sind, wie wir bisher vermeinten, wird uns das auch im Außen wiederspiegelt.

Wir werden gedrängt zu lernen, dass wir eine Menschheit sind. Wenn wir zerstörend auf einen Teil von uns als Menschheit wirken, tragen wir die Konsequenzen und fühlen das im Ganzen. Lange Zeit, solange dieser Prozess der Rückwirkung nur ganz langsam verlief, konnten wir unsere Verantwortung leugnen, ignorieren oder auf einen beliebig ersonnenen Feind projizieren. Z. B. heute sehr beliebt: „Putin ist schuld.“

Die Masche wirkt aber nicht mehr so richtig. Die Durchlichtung unseres Bewusstseins läuft schneller als unsere Verdrängung. Puh, da kann man schon ins Schwitzen geraten. Wahrhaftigkeit ist gefragt, wollen wir nicht in den Knoten unserer Verleugnung hängen bleiben. Die logische Folge von Ursache und Wirkung wird immer deutlicher erkennbar.

Gedanken über die Verursachung der Flüchtlingsströme durch verantwortungslose Taten der westlichen Länder gelangen immer mehr in die Medien. Wir werden genötigt uns innen anzugucken, was wir im Außen verursacht haben.

Jetzt kann sich der einzelne Mensch aus der Verantwortung stehlen und sagen: „Was hab ich damit zu tun, was die Politiker entscheiden? Ich habe keinen Krieg gewollt und habe die Flucht all dieser Menschen nicht verursacht.“ Doch auch diese Verleugnung muss auffliegen. Wir werden uns der Tatsache stellen müssen, dass wir genau die gesellschaftlichen Strukturen und die Politiker haben, die wir uns, wenn auch nur unbewusst, wünschen.

Wenn unsere ungeliebten Schatten nicht immer mehr Leid produzieren sollen, müssen wir in unserem Inneren schneller hinzulernen. In dem Maße wie wir uns innerlich unserer Verantwortung stellen, werden wir auch im Außen unsere Verantwortung als Teil der Gesellschaft wahrnehmen, in der wir leben. Wir werden uns dafür mit verantwortlich fühlen, ob unser Land Krieg oder Frieden nach außen trägt, Waffen und Zerstörung oder Hilfe und Respekt für andere Teile der Menschheit. Die Ausstrahlung unseres Bewusstseins wird auf jeden Fall wieder zu uns zurückkehren.

 

Was kehrt da mit den Flüchtlingsströmen zu uns zurück?

Unsere verleugnete Verbundenheit aller Menschen zu einem gemeinsamen Menschheitskörper, unsere mangelnde Selbstliebe und Selbstachtung, die wir nicht mehr als Liebe und Achtung anderen Menschen zukommen lassen konnten,…letztlich unsere eigene Heimatlosigkeit.

Wir haben vergessen, dass wir im Geist der Einheit allen Seins zu Hause sind, der Geist ewigen Seins und ewiger Fülle, der keine abgespaltenen Anteile und somit keinen Mangel kennt. Uns darauf zu besinnen wird uns helfen, diese Fülle als mitmenschliche Liebe und Fürsorge auch in unserem menschlichen Sein zu materialisieren.

 

(verfasst am 20.09.15)