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Karmische Schuld macht Deutsche blind

Karmische Schuld

Wird man als Täter schuldig gesprochen, hat man die Chance, seine Schuld zu büßen, seine Strafe abzusitzen, um danach wieder ein freies, unabhängiges Leben zu führen.

Wann ist die Schuld der Deutschen endlich gebüßt, wann darf das deutsche Volk wieder ein freies, unabhängiges Leben führen?

Ich möchte diese Frage nicht staatspolitisch angehen. Dass Deutschland immer noch ein besetztes Land ist, USA und NATO hörig, in Kriege ziehen muss, die kaum ein deutscher Bürger will, sich mit Atomwaffen bestücken muss und vieles mehr möchte ich hier nicht diskutieren. Mich interessiert jetzt eher die seelisch-geistige Dimension der Schuld der Deutschen.

Wann ist ein Karma abgetragen, das eines Einzelnen oder ein Volkskarma? Wenn eine Einsicht da ist und eine Änderung des Handelns stattgefunden hat. Fehlt jedoch das Verstehen der eigenen Schuld, fehlt die Einsicht und ein Richtungswechsel bleibt unmöglich. Verstehen bedeutet nicht Verurteilung. Verstehen ist eine ganz andere Dimension…bedeutet richtig Transformation. Um verstehen zu können, muss man Fragen stellen dürfen, muss man sprechen dürfen, ohne diffamiert zu werden, müssen Tabus aufgebrochen werden. „Versteher“ darf es zur zeit bei uns im Land nicht geben (z.B. Putin-Versteher, Russland-Versteher, Trump-Versteher, AfD-Versteher…)

Gehe ich von der Annahme aus, dass jedes Volk seine Regierung verdient nach dem Gesetz der Resonanz, sagt unsere Regierung einiges über unsere Volksseele aus. Unsere Regierung ist blind angesichts der teilweise faschistischen Regierung der Ukraine und verliert kein Wort über die Selbstverständlichkeit, mit der dieses Land mit Nazisymbolen überflutet wird. Unsere Regierung ist auch blind der Apartheidpolitik Israels gegenüber. Beide Länder werden unhinterfragt unterstützt. Ukraine-Kritik wird ignoriert, Israel-Kritik mit der „Antisemitismus-Keule“ erschlagen.

Andererseits zerfleischt sich die deutsche Volksseele selbst mit Selbstverurteilung und Selbstbezichtigung, die stellenweise fast in Selbsthass mündet. Dazu gäbe es viele Beispiele (auch der letzten Tage). Diese hier aufzuzählen würde aber leider den Rahmen sprengen.

Die Schuld der Nazi-Zeit ist nicht abgetragen und niemand in der Welt kann sie uns abnehmen.

Schuld macht blind

Wir handeln wie die Mönche oder Nonnen im Mittelalter, die meinten, alles Unreine und Schlechte durch Selbstkasteiung loswerden und so Gottes Gnade näher kommen zu können. Jedoch Gnade bedeutet Selbstliebe, sich so anzunehmen, wie man ist, trotz eigener Fehler, mit der eigenen Unvollkommenheit. Selbstliebe würde bedeuten, unser Deutschsein wieder lieben zu dürfen, um die begangenen Fehler zu wissen und trotzdem mit der Selbstverurteilung aufzuhören.

Haben wir überhaupt ein Recht dazu, wenn uns dauernd vor Augen gehalten wird, dass kein Volk jemals so böse war wie wir? Ich behaupte, wir haben sogar die Pflicht dazu. Wir haben die Pflicht, uns zu heilen, uns von unseren Schuldgefühlen zu befreien. Gefangen in unserer Schuld bleiben wir blind sowohl den  Taten unseres Volkes, als auch den Taten anderer Völker gegenüber.

Veränderung durch Liebe

Rechstag Giebel

Reichstag Giebel

Wir können keine Absolution von Außen erwarten. Wir selbst sind gefordert, die Liebe zu entwickeln, die wir ersehnen. Wir sind gefordert, uns verstehen zu lernen und uns zu verzeihen. Es gibt keine Taten, die unverzeihlich sind. Jesus hätte nichts anderes gesagt.

Es wird höchste Zeit, dieses Kapitel der Transformation unserer Volksseele anzugehen. Wir sind es uns selbst gegenüber schuldig. Wir sind es aber auch der Menschheit gegenüber schuldig, deren Teil wir sind. Wir sollten wieder frei atmen können und mit Liebe im Herzen unsere Volksblindheit auflösen.

Wir sollten erst mal lernen, unsere eigenen blinden Flecken aufzulösen und abgespaltene Anteile zu integrieren, bevor wir andere Völker integrieren wollen. Wir sollten unsere Selbstachtung heilen. Dann werden wir ganz selbstverständlich darauf achten können, auch von anderen geachtet zu werden.

Soll ich noch dazu sagen, dass die Liebe zu unserem Volk der Anfang dessen ist, auch andere Völker lieben zu können? Und auch von anderen Völkern geliebt zu werden?

2 Kommentare

  1. Sehr gut, Irmtraut!
    Wir können auf eine sehr lange großartige Geschichte zurückblicken, mit einigen dunklen Flecken, die aber nur einen sehr kleinen Teil ausmachen. Jedes Volk hat dunkle Flecken, einige noch viel größere als die Deutschen.
    Unseren Vorfahren zu vergeben und uns mit der Vergangenheit zu versöhnen ist wichtig. Selbstannahme und Selbstliebe sind Schlüssel zur Annahme und Liebe Anderer.
    Verantwortung übernehmen heißt, unser Potential zu nutzen und aus den Gegebenheiten das Beste machen, nach vorne blicken. Es gibt Hinweise, daß gerade wir Deutschen noch eine wichtige Rolle für den Weltfrieden spielen werden!

  2. Liebe Irmtraut,
    sehr gute Schilderung der karmischen Schuld, auch und gerade in Bezug auf Gruppenkarma und Volkskarma. Der Mensch neigt dazu Tatsachen und Verfehlungen vergessen zu wollen, diese unter den Tisch zu kehren, nicht wahrhaben zu wollen. Doch warum ist das so? Ich glaube, dass es allein in der Bewertung steckt. Der Mensch bewertet in gut, oder schlecht. Es gibt kein dazwischen, aber vielleicht ist es ja gar nicht gut oder schlecht, vielleicht ist es doch einfach nur die Erfahrung, die unser Wachstum leitet?! Was macht uns selbst denn aus, doch nur die hinter uns liegende Zeit, also die Erfahrungen die wir gesammelt haben.
    Ich persönlich sehe den momentanen Flüchtlingsstrom als große Chance der Wiedergutmachung an das von uns angerichtete Massensterben aus dem 2. Weltkrieg.
    Selbst wenn dem nicht so wäre, so kann es doch nicht sein, das wir flüchtenden Menschen keine Hilfe und Orte des Friedens geben, das wir, im Wohlstand lebenden, etwas zusammen rücken und den nächsten unterstützen. Wie wäre es umgekehrt? Was, wenn wir flüchten müssten?
    Weiter glaube ich, dass das Leben gerecht ist und somit jeder das wiederbekommt, was er austeilt und zwar in alle Richtungen.
    Liebe Grüße
    Axel

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